Aufzüge für Wohnhäuser

Aufzüge für WohnhäuserIm Laufe seines Lebens wird fast jeder Mensch dieser Welt mehrmals einen Aufzug genutzt haben. Aufzüge dienen in den unterschiedlichsten Konstrukten – nicht nur in Gebäuden – dazu, möglichst schnell, sicher und komfortabel eine Höhendifferenz zu überwinden. Der große Vorteil eines Aufzugs hängt letztendlich von der Konstruktion ab: Lastenaufzüge beispielsweise sorgen für einen reibungslosen Ablauf in der Logistik, während Personenaufzüge den Wechsel zwischen verschiedenen Stockwerken erleichtern. Manchmal sind Aufzüge auch unabdingbar – beispielsweise beim Transport von Patienten im Krankenhaus oder in anderen, ähnlichen Fällen.

Warum sich ein Aufzug im Wohnhaus lohnt

Das entscheidende ist die Betrachtungsweise: Es sollte die Frage gestellt werden „Wozu brauche ich einen Aufzug eigentlich?“. Insbesondere bei Einfamilienhäusern mit ein oder zwei Stockwerken werden Aufzüge in der Regel nur eingebaut, wenn es vor Ort jemandem nützt – beispielsweise einem gehbehinderten Menschen. Faktoren wie Zeit oder Komfort spielen hier keine Rolle, zumal ein normaler Mensch ein Stockwerk mit der Treppe ohnehin schneller überwindet als mit dem Aufzug. Doch ist der Aufzug eigentlich sogar schneller, wenn es um die Überwindung von Höhendifferenzen geht. Das Problem ist die Zeit, die beim Ein- und Aussteigen „vergeudet“ wird. Diese Zeit muss durch die Auf- bzw. Abfahrt wieder wettgemacht werden – in der Regel ist das ab etwa zwei bis 3 Stockwerken der Fall. In größeren Wohnhäusern sind Aufzüge deshalb fast schon Standard – sie sparen Zeit, sind komfortabel und nützlich, denn keiner möchte seine Einkäufe gerne 6 Stockwerke die Treppe hochtragen.

Auf das muss geachtet werden

Investition in Aufzug zahlt sich aus

Es gibt noch einen weiteren, nicht ganz so offensichtlichen Faktor, der den Einbau von Aufzügen in Mehrfamilienhäusern vorantreibt: Die Konkurrenz. Es ist fast nie der Fall, dass eine Privatperson ein ganzes Mehrfamilienhaus oder mehrstöckige Hochhäuser nur für sich alleine baut. In der Regel möchte die Person auf diese Weise in Immobilien investieren und das Geld durch die Vermietung der Wohnungen wieder reinbekommen. Der Einbau eines Aufzuges liegt hier vor allem deswegen nahe, weil potentielle Mieter dadurch angelockt werden – oft ist ein fehlender Aufzug für viele nämlich ein K.O. Kriterium. Der Vermieter ist durch die höhere Nachfrage auch dazu im Stande, höhere Mieten zu verlangen. Hat man sich nun dazu entschieden, in das Wohnhaus einen Aufzug einzubauen, so baut sich vor einem ein regelrechter Technik-Wald auf, bestehend aus den unterschiedlichsten Aufzugmodellen verschiedenster Anbieter. Die folgende kleine Auflistung dient als Wegweiser und kann beim Kauf eines Aufzuges für ein Wohnhaus eine beratende Funktion einnehmen: Beim Vergleich der verschiedenen Modelle und Anbieter sollte darauf geachtet werden:

  • Rahmenbedingungen – Welche Anforderungen stellt die Umgebung an den Aufzug?
  • Schalldämmung – Wie laut ist der Aufzug schließlich im Wohnhaus?
  • Barrierefreiheit – Können auch behinderte Menschen den Aufzug nutzen?
  • Investitionskosten – Wieviel kostet der Aufzug?
  • Laufende Kosten – Wieviel Geld muss für Wartung, Reparatur, Pflege aufgebracht werden?
  • Garantie – Wie lange ist die Garantiezeit und in welchem Umfang?

Rahmenbedingungen

Welche finanziellen Mittel letztendlich zum Kauf und Erhalt eines Aufzugs aufgebracht werden müssen, hängt im Endeffekt von der Bauart desselben ab. Die Größe des Aufzugs ist im Grunde die Nutzlast, da von dieser alles abhängt (Größe der Kabine, Robustheit der Technik, usw.). Bestenfalls werden mehrere Anfragen an verschiedene Hersteller gerichtet – diese schätzen die voraussichtliche Nutzung des Aufzugs relativ gut ab und geben zugleich einen Ausblick darauf, was der Aufzug kosten würde.

Schalldämmung

In der Regel werden Aufzüge schon bei der Planung des Hauses berücksichtigt, weil sie erhebliche Auswirkungen auf die Architektur und das System an sich haben. So muss beispielsweise auf den Schallschutz geachtet werden, um die Anwohner nicht zu stören. Neuere Aufzüge haben bereits einen integrierten Schallschutz, der Geräusche sogar so weit dämpft, dass sowohl im Inneren der Fahrstuhlkabine als auch außerhalb, beispielsweise im Treppenhaus, wenig bis gar nichts zu hören ist.

Barrierefreiheit

Zwar wird der Wert der Immobilie durch einen Aufzug ohnehin schon gesteigert, doch bietet es sich an, den Aufzug, insbesondere aufgrund der immer weiter wachsenden Nachfrage nach Barrierefreiheit im Zuge des steigenden Altersdurchschnitts in den westlichen Industrienationen, barrierefrei zu gestalten. Auf diese Weise haben auch Rollstuhlfahrer, behinderte Menschen oder ältere Personen die Möglichkeit, eine Wohnung in einem höheren Stock zu mieten oder zu kaufen. Das schlägt im Grunde zwei Fliegen mit einer Klappe: Denn während junge Menschen auch auf einen Aufzug verzichten können, so haben Sie in der Regel doch weniger Geld. Die Investition in einen Aufzug ist also dahingehend vorteilhaft, als dass sich die Preise für die Wohnungen in einem Maße anheben lassen, welches das Äquivalent zur Wertsteigerung durch den Fahrstuhl übertrifft. Ferner ist es auch für normale Menschen ein Stückchen komfortabler, wenn der Fahrstuhl rollstuhlgerecht aufgebaut ist, weil sich der Transport von Möbeln oder anderen größeren Gegenständen auf diese Weise vereinfacht – behindertengerechte Aufzüge sind in der Regel nämlich größer, haben Haltegriffe, akustische Signale, leicht zu bedienende Tasten und ein kleineres Spaltmaß am Eingang.

Wieviel kostet ein Fahrstuhl?

Investition

In dieser Welt gibt es nichts umsonst, auch keine Fahrstühle – im Gegenteil: Die Investitionskosten in einen Fahrstuhl bei einem Einfamilienhaus betragen etwa 10000 € bis 40.000 €, bei einem Mehrfamilienhaus mit beispielsweise drei Etagen muss mit einer Investition von etwa 50.000 € gerechnet werden. Bei einem mehrstöckigen Wohnhaus kann, je nach Höhe versteht sich, auch schon die 100.000 € Marke geknackt werden. Eine genaue Preisermittlung ist in diesem Sinne nur dann möglich, wenn die Anbieter die Situation vor Ort kennen.

Nähere Infos zur Kostenermittlung für Personenaufzüge finden Sie hier: Kosten für einen Personenaufzug

Betriebskosten und Garantie

Selbstverständlich fallen bei einem Aufzug nicht nur die Investitionskosten, sondern auch die laufenden Kosten an. Diese setzen sich zusammen aus den Kosten für Aufzugswartung und den Reparaturkosten sowie den Kosten für den Strom. Eventuell müssen auch die Reinigungskosten in die Finanzplanung mit einbezogen werden. Gerade neuere Aufzüge brauchen relativ wenig Energie, doch hängt der Gesamtverbrauch stark vom Aufzug selbst ab. Ein mittlerer Aufzug mit beispielsweise 1 t Nutzlast, der pro Tag etwa 200 Mal fährt, kostet in etwa 300 € Strom pro Jahr. Bei älteren Modellen kann diese Summe locker doppelt so hoch ausfallen. Die Einsparung von Energie lohnt sich also nachweislich. Beim Kauf sollte hier ebenfalls darauf geachtet werden, wie lange die Garantiezeit läuft und ob diese beispielsweise die Wartungsintervalle abdeckt.