Senkrechtlift

Senkrechtlifte kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Installation einer anderen Form von Personenlift wie bspw. Sitz-Treppenlift, Plattformlift oder Hublift nicht möglich ist. Er bietet sich speziell für Rollstuhlfahrer an, wenn mehrere Stockwerke überwunden werden müssen und aus diesem Grund ein Hublift, mit dem sich nur maximal 3 m überwinden lassen, nicht infrage kommt.

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Hersteller von Senkrechtliften

Senkrechtlift im Privathaus

Hochwertiger Senkrechtlift in einem Privathaus

Der Markt für Aufzüge wird in Deutschland von 4 großen Unternehmen dominiert:

  • Otis: Dies ist der weltweit größte Hersteller von Aufzugssystemen, der zudem Fahrtreppen und Fahrsteige produziert. Das Unternehmen mit Firmensitz in den USA hält weltweit rund 1,6 Milliarden Aufzüge in Wartung, sowohl in Wohn als auch in Gewerbeimmobilien
  • Kone: Das Unternehmen mit Sitz in Finnland ist weltweit die Nummer 4 und bietet Kunden im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich Komplettlösungen für Aufzugsysteme und Rolltreppen.
  • Schindler: Schindler ist die Nummer 1 auf dem deutschen Markt für Aufzugslösungen. Das Unternehmen fertigt Personenaufzüge für Wohn- und Geschäftsgebäude sowie für Hochhäuser. Auch Lastenaufzüge und Fahrtreppen gehören zum Produktporfolio.
  • ThyssenKrupp: Das Unternehmen hat Personen-, Lasten- und Spezialaufzüge für Wohn, Gewerbegebäude, Kliniken und IndustrieGebäude im Programm. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung innovativer Produkte fokussiert.

Neben diesen 4 großen, international tätigen Unternehmen, die den deutschen AufzugMarkt zum größten Teil unter sich aufteilen, gibt es eine Vielzahl kleinerer, regionaler Aufzugshersteller. Diese spezialisierten, regional tätigen Nischenhersteller bieten oft ein günstigeres KostenLeistungsVerhältnis an. Insgesamt gibt es in der Bundesrepublik rund 800 Unternehmen, die auf Aufzüge und Fahrtreppen spezialisiert sind. Hier eine kleine Auswahl:

  • BroBeil Aufzüge (Dürmentingen)
  • Dictator Technik GmbH (Neusäß)
  • Eggert Aufzüge (Berlin)
  • TAS-Aufzüge & Service (Hamburg)
  • HIRO LIFT Hillenkötter + Ronsieck GmbH (Bielefeld)
  • Hartmann MTK (Hildesheim)
  • Aufzüge mit Herz GmbH (Berlin)
  • SHM-Aufzüge (Dresden)
  • LÜSEBRINK Ingenieure VBI (Hamburg)
  • Vestner Aufzüge GmbH & Co KG (Garching bei München)
  • Haushahn Aufzüge (Stuttgart)
  • Osma Aufzüge (Osnabrück)
  • Lutz Aufzüge (Reinbek)

Vor allem dank des Faktors der Ortsnähe bestehen hier gute Chancen auf ein günstiges Angebot.

Senkrechtlifte installieren

Senkrechtlifte sind entweder mit einer geschlossenen Kabine oder mit einer offenen Plattform erhältlich. Sie werden als Komplettanlage samt Schachtgerüst angeboten und sind insofern ideal für den nachträglichen Einbau. Der Schacht ist selbsttragend und kann variabel gestaltet werden. Die flexible Schachtkonstruktion besteht aus SandwichElementen aus Stahlblech, PolyacrylGlas, Forex oder Sicherheitsglas. Der Schacht kann, anders als bei herkömmlichen, in  bauseitige Mauerschächte installierten Aufzuganlagen, kleiner gehalten werden. Dank der geringen Abmessungen der Schachtkonstruktion steht eine größere Nutzfläche im Haus zur Verfügung. Die komplette Aufzugsanlage samt flexiblem Schacht kann auch in einen bereits bestehenden, bauseitigen Schacht eingebaut werden.

Ungeachtet dessen, ob der Senkrechtlift außen am Gebäude oder innerhalb montiert wird, lässt sich der barrierefreie Zugang ohne große und kostspielige Umbaumaßnahmen bewerkstelligen, denn zur ebenerdigen Einfahrt ist lediglich eine kleine Schachtgrube von rund 10 cm erforderlich. Außerdem ist die Höhe des Schachtkopfes so gering, dass der Einbau in Räume mit normaler Deckenhöhe keinerlei Probleme bereitet. Sollte keine Schachtgrube vorhanden sein, lässt sich der ebene Zugang über eine kleine Rampe realisieren.

Senkrechtaufzüge funktionieren entweder mit einem hydraulischen Antrieb, oder aber sie werden über eine Kette oder eine Spindel angetrieben. In vielen Fällen wird der Senkrechtlift für den nachträglichen Einbau benötigt. Jeder Hersteller bietet neben standardisierten Modellen auch individuelle Lösungen an, die passgenau auf den Bedarf des Kunden zugeschnitten werden.

Was kostet ein Senkrechtlift?

Vor der Anschaffung eines Senkrechtaufzugs muss geklärt werden, welchen Anforderungen der Aufzug genügen muss. Diese sind im Wesentliche durch die Gegebenheiten vor Ort vorgegeben. Neben eventuell erforderlichen Umbaumaßnahmen ist der Preis hauptsächlich von den technischen Eigenschaften des jeweiligen Modells abhängig.

Zu den preisbestimmenden Faktoren zählen:

  • Förderhöhe: Je höher das Gebäude ist, desto kostenintensiver wird die Anlage, da in der Regel mehr Haltepunkte angefahren werden müssen
  • Fahrgeschwindigkeit: Je höher die maximale Geschwindigkeit des Aufzugs, desto  höher sind die Anschaffungskosten
  • Tragkraft: Je größer die Kabine und damit die Traglast ist, desto leistungsstärker muss der Motor sein
  • Anpassungen: Extra breite Türen für Kinderwagen, Krankenhausbetten oder Rollstühle sind Spezialanfertigungen und deshalb teurer im Vergleich zu einem StandardModell

Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks unter den Aufzuganbietern gibt es keine großen Preisunterschiede bei vergleichbaren Modellen; würde ein Anbieter die Preise signifikant senken, dann müssten andere sofort nachziehen. Relevante, anbieterbedingte Preisunterschiede bestehen daher lediglich bei den angebotenen Inklusiv und Serviceleistungen.

Generell gilt, dass Senkrechtlifte wesentlich preisgünstiger sind als klassische Fahrstühle. Bei normalen Modellen liegt der Anschaffungspreis bei ungefähr 10.000 €. In den meisten Fällen sind aber individuelle Lösungen gefragt, bei denen sich der Preis durchaus auf bis zu 20.000 € verdoppeln kann. Weitere Kosten können anfallen, wenn Decken oder Wanddurchbrüche gemacht werden müssen. Zum Vergleich: Normale Personenaufzüge, bei denen der Einbau etwas komplexer ist, können leicht mit bis zu 50.000 € zu Buche schlagen. Wer viel Geld sparen will, der kann einen gebrauchten Senkrechtlift erwerben. Hier ist mit 7.000 € bis 8.500 € zu rechnen.

Neben den relativ niedrigen Anschaffungskosten bringen Senkrechtaufzüge den Vorteil mit sich, dass sie keine hohen Folgekosten für Betrieb, Pflege und Wartung verursachen. Weder benötigen sie einen speziellen, wartungsintensiven Maschinenraum, noch müssen sie durch Starkstrom betrieben werden. Die Stromkosten und die Wartungskosten variieren je nach Hersteller, Modell und dem die Aufzugwartung durchführenden Dienstleister.

Sicherheit und Wartung bei einem Senkrechtlift

Die Aufzugssicherheit ist gesetzlich in der BetrSichV verankert. Im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sind Aufzüge überwachungsbedürftige Anlagen; als solche müssen sie sogenannten wiederkehrenden Prüfung durch zugelassene Überwachungsstellen (ZÜS) unterzogen werden. Diese finden in regelmäßigen Intervallen statt, wobei die Länge der PrüfIntervalle von der Sicherheitsbewertung der jeweiligen Anlage abhängt. Demgemäß werden ältere Modelle in kürzeren Abständen geprüft als neuere Modelle.

Zudem definiert die europäische Norm DIN EN 13015  die Anforderungen an die Instandhaltung von Aufzügen und Fahrtreppen. Aufzüge, die von Dienstleistern gewartet werden, die mit dieser Norm zertifiziert sind,  werden nach festgelegten Regeln gemäß dem QualitätsmanagementStandard DIN ISO 9001 gewartet.

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