Treppenlift Anschaffungskosten

Mobile Hilfsmittel sind für Menschen, die eingeschränkt gehfähig sind, sei es aufgrund fortgeschrittenen Alters oder aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls,  ein wesentlicher Faktor, was die Lebensqualität betrifft. In puncto Lebensqualität spielt besonders  barrierefreies Wohnen eine wichtige Rolle. Treppenlifte und ähnliche mobile Lösungen ermöglichen es den betroffenen Personen, in ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können.

Die Anschaffungskosten für einen TreppenliftDie Anschaffungskosten für einen Treppenlift sind an mehrere Faktoren geknüpft. Diese schwanken je nach den Gegebenheiten vor Ort (Bauart und Höhe der Treppe). Zudem kann es ein enormes Preisgefälle zwischen verschiedenen Treppenliftherstellern geben. Regionale Liftfirmen sind eher in der Lage, einen günstigeren Preis anzubieten, als große internationale Unternehmen.

Preise & Kosten vergleichen

Die Preisspanne bei der Anschaffung eines Treppenlifts ist aufgrund vieler Variablen sehr groß. Zwischen der günstigsten und teuersten Variante liegen bis zu 11.000 €, d. h. grob muss man mit Kosten zwischen 4.000 € und 15.000 € rechnen. Angesichts dessen ist ein gründlicher Angebotsvergleich unbedingt angeraten.

Konkrete Treppenlift-Preise zu nennen bzw. einen Kostenvoranschlag zu erstellen ist erst nach einer persönlichen Beratung und der Besichtigung der Gegebenheiten vor Ort durch den Anbieter möglich. Im Rahmen eines Beratungsgespräches sollten zudem die verschiedenen Fördermöglichkeiten erläutert werden.

Die große Preisspanne hat mehrere Gründe. Es gibt im Wesentlichen 3 preisbestimmende Faktoren: das Treppenlift-Modell, die baulichen Gegebenheiten und die Präferenzen des Käufers. In erheblichem Maße lassen sich Anschaffungskosten durch den Kauf eines gebrauchten Treppenlifts sparen. Ein passendes gebrauchtes Modell zu finden ist jedoch nicht einfach; aufgrund einer inkompatiblen Treppenform kann es passieren, dass diese Option entfällt.

 

Hier Treppenlift Angebot

 

Treppenlift Ausstattung als Kostenfaktor

Ein weiterer Kostenfaktor ist die individuelle Ausstattung des Treppenlifts. Je mehr Extras der Treppenlift hat, desto teurer wird er. Um solche „preistreibende“ Extras handelt es sich bspw. bei einem hochwertigen Ledersitz oder komfortablen Zusatzeigenschaften wie abnehmbaren (Fern)Bedienungen oder besonderen EinklappMöglichkeiten. Der Sitzlift ist das einfachste Modell und insofern am günstigsten. Hat die Treppe noch dazu einen geraden Verlauf, so kommt man durchaus günstig davon. Sitzlifte für kurvige Treppen kosten indessen schnell das doppelte des Preises. Der Einbau in einer Wendeltreppe ist mit einem deutlich höheren Aufwand und daher auch mit höheren Kosten verbunden, denn die Fahrschienen müssen dem Treppenverlauf angepasst werden, sprich individuell angefertigt werden. Da jede Treppe unterschiedlich ist, dürfte es hier zudem schwierig sein, eine gebrauchte Fahrschiene zu erwerben. Sitzlifte kosten je nachdem zwischen 3.000 € und 11.000 €.

Der Plattformlift ist indessen deutlich teurer, was vor allem an den höheren Produktions und Installationskosten liegt. Diese sind für Rollstuhlfahrer die ideale Lösung, da man sich nicht erst aus dem Rollstuhl bewegen muss, sondern direkt auf die Plattform rollt. Plattformlifte kosten zwischen 7.000 € und 10.000 €.

Wer nur ein geringes Budget hat, für den bietet sich ein gebrauchter Treppenlift an. Eine Reihe spezialisierte Händler bieten gebrauchte Modelle an. Ein gebrauchter Lift ist, sofern er regelmäßig gewartet wurde, technisch keinesfalls weniger verlässlich. Der Kauf von privat ist also durchaus eine Option und kann sich richtig lohnen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich um einen Treppenlift einer renommierten Marke handelt, der noch dazu nur kurze Zeit in Betrieb war. In solchen Fällen sind ohne Qualitätseinbußen Ersparnisse von bis zu 50 % möglich.

Zu beachten ist allerdings, dass beim Privatkauf hohe Folgekosten entstehen können, denn der Verkäufer kommt nicht für die Demontage, die Prüfung, die Erneuerung von Verschleißteilen und die erneute Montage auf. Da man in jedem Fall auf einen Fachmonteur angewiesen ist, sollte man sich die Montagekosten genau ausrechnen lassen und bei der Abwägung zwischen Privatkauf und Handelskauf mit einbeziehen. Modelle vom Fachhändler haben zudem den Vorteil, dass sie vor Verkauf bereits geprüft sind und mit einer Garantie ausgestattet sind. Die mögliche Ersparnis ist allerdings geringer als beim Privatkauf.

Alternativ kommt die Anmietung eines Treppenlifts infrage. Zu bedenken ist jedoch, dass die Anmietung nur dann sinnvoll ist, wenn man den Lift nur über einen geringen Zeitraum benötigt, denn ab einer bestimmten Mietdauer ist der Erwerb finanziell günstiger. Wie beim Kauf, so gilt auch bei der Miete, dass die Treppenlift-Kosten vom Modell und dessen Ausstattung abhängen. Bevor man sich entschließt, ein bestimmtes Modell zu mieten, sollte man  ausrechnen, ob eine andere Variante vielleicht doch (langfristig) günstiger ist. Bei der Miete müssen neben dem eigentlichen Mietzins auch  Nebenkosten für die Wartung und Instandhaltung einkalkuliert werden und es muss geprüft werden, ob Wartungsleistungen Teil des Mietvertrages sind.

Die Wartungskosten

Die Wartung eines Treppenliftes ist im Sinne der eigenen Sicherheit extrem wichtig. Wird der Lift nicht regelmäßig und im richtigen Umfang gewartet, kann dies zudem zum Verlust aller eventuellen GarantieAnsprüche führen. Zudem knüpfen viele Treppenlift-Anbieter die die Garantie an die Durchführung der Wartung bei einem Vertragspartner.

Es ist sinnvoll, bestimmte Serviceleistungen für eine bestimmte Dauer in den Kaufpreis bzw. Mietpreis einzurechnen, um sicherzustellen, dass innerhalb dieses Zeitraumes keine hohen Folgekosten entstehen, denn nur einige wenige Treppenlifthersteller bieten eine dauerhaft kostenlose TreppenliftWartung an. Man sollte also zusätzlich zum Kaufvertrag einen ServiceVertrag abschließen, der sämtliche Wartungsarbeiten abdeckt. Meist liegt der Preis für Wartungsverträge zwischen 70 € und 130 € pro Jahr. Wichtig ist es, zu wissen, welche Leistungen der Vertrag inkludiert und  welche  Serviceleistungen nicht inbegriffen sind, also separate Kosten verursachen.  Sollten die Wartungskosten bei einem bestimmten Anbieter zu hoch sein, kann man auf die Wartung von Treppenliften spezialisierte Dienstleister, d. h. eine freie ServiceWerkstatt  konsultieren.

Die Kosten für Ersatzteile zeichnen sich je nach Hersteller und Modell ebenfalls durch stark variierende Preise aus. Anders als die Hersteller haben freie Werkstätten nicht immer jedes Ersatzteil vorrätig; dies kann zu Verzögerungen bei Reparatur und Wartung führen.

Förderung

Es ist unter Umständen möglich, die Anschaffung eines Treppenlifts durch die Krankenkasse bzw. Pflegekasse bezuschussen zu lassen. Voraussetzung hierfür ist allerdings das Vorliegen einer Pflegestufe. In Einzelfällen, in denen die häusliche Pflege ermöglicht oder erheblich erleichtert wird, tritt die Pflegeversicherung im Sinne der Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes ein. Dies ist im Sozialgesetzbuch geregelt (§ 40 SGB XI./Kostenübernahme). Allerdings ist zu beachten, dass die Pflegekasse die Kosten nur anteilig und maximal bis zu 2.557 € übernimmt. Ferner handelt es sich bei den Leistungen der Pflegeversicherung um sogenannte „nachrangige“ Leistungen; es muss also vorher geprüft werden, ob  ein anderer Leistungsträger wie bspw. die Berufsgenossenschaft der „vorrangige“ Kostenträger ist.