Ein Personenaufzug kostet je nach Bauart, Etagenzahl und Einbausituation zwischen rund 7.000 € für eine einfache Hebebühne und deutlich über 100.000 € für eine Anlage im Mehrfamilienhaus. Die folgende Übersicht zeigt die typischen Preisspannen einschließlich Montage.
| Anlage | Situation | Kosten inkl. Montage |
|---|---|---|
| Rollstuhl-Hebebühne | Förderhöhe bis 1 m | 7.000 – 8.000 € |
| Rollstuhl-Hebebühne | Förderhöhe bis 3 m | ca. 14.000 € |
| Homelift / Senkrechtlift | 2 Etagen | 25.000 – 50.000 € |
| Homelift / Senkrechtlift | 3 Etagen | 50.000 – 80.000 € |
| Homelift / Senkrechtlift | 4 – 5 Etagen | 80.000 – 150.000 € |
| Außenaufzug | Anbau am Einfamilienhaus | 30.000 – 50.000 € |
| Personenaufzug | Nachrüstung Mehrfamilienhaus | meist sechsstellig |
Stand: September 2026. Es handelt sich um Marktrichtwerte. Ob der Schacht bauseits gestellt oder mitgeliefert wird, verschiebt den Preis erheblich – ein mitgelieferter Schacht schlägt je nach Ausführung mit rund 10.000 € zu Buche. Verbindlich ist allein ein Angebot nach Besichtigung vor Ort.
Diese Seite deckt alle Anlagentypen ab. Wenn Sie konkret für ein Einfamilienhaus planen, finden Sie unter Personenaufzug für Einfamilienhaus die passenden Maße, den Platzbedarfs-Prüfer und die Kosten speziell für Homelift und Hausaufzug. Für die Eigentümergemeinschaft rechnet Aufzug im Mehrfamilienhaus den Anteil je Partei aus.
Vier Angaben genügen für eine erste Einordnung – auf Basis der Marktrichtwerte aus der Tabelle oben.
Damit die Spannen greifbar werden, hier eine vollständig durchgerechnete Anlage – ein Außenaufzug, der an die Fassade eines bestehenden Wohnhauses gesetzt wird.
| Merkmal | Ausführung |
|---|---|
| Aufzugsart | Außenaufzug an der Fassade |
| Haltepunkte | 2 |
| Förderhöhe | 10 m |
| Tragkraft | 400 kg (5 Personen) |
| Fahrgeschwindigkeit | 1,0 m/s |
| Antrieb | Hydraulik |
| Besonderheit | rollstuhlgerechte Kabine |
| davon Montage | ca. 6.000 € |
| Gesamtkosten | ca. 39.000 € |
Der Hydraulikantrieb ist hier die wirtschaftliche Wahl, weil die Anlage nur zwei Haltestellen bedient. Drei Stellschrauben verschieben diesen Preis am stärksten: eine dritte Haltestelle schlägt mit rund 8.000 bis 12.000 € zu Buche, eine rollstuhlgerechte Kabine nach DIN EN 81-70 (1.100 × 1.400 mm) mit etwa 3.000 bis 5.000 €, und ein mitgelieferter statt bauseits gestellter Schacht mit 10.000 bis 20.000 €. Stand: September 2026, Marktrichtwerte.
Der Kaufpreis ist nur die eine Hälfte der Rechnung. Ein Aufzug ist eine überwachungsbedürftige Anlage – Wartung und wiederkehrende Prüfung sind gesetzlich vorgeschrieben, nicht optional.
| Position | Kosten pro Jahr |
|---|---|
| Wartungsvertrag | 1.000 – 4.000 € |
| Notrufaufschaltung (24/7) | 300 – 400 € |
| Wiederkehrende Prüfung durch eine ZÜS | 200 – 400 € |
| Strom, je nach Nutzung und Antrieb | 100 – 400 € |
| Jahressumme im Regelfall | 2.000 – 6.000 € |
Die Prüfpflicht ergibt sich aus der Betriebssicherheitsverordnung: Eine zugelassene Überwachungsstelle prüft die Anlage im Abstand von höchstens zwei Jahren, dazwischen ist eine Zwischenprüfung fällig. Wer den Wartungsvertrag vergleicht statt ihn vom Hersteller übernehmen zu lassen, spart über zwanzig Jahre Betriebszeit schnell einen fünfstelligen Betrag. Was dabei im Vertrag stehen sollte, steht auf unserer Seite zur Aufzugswartung.
Die Antriebsart entscheidet über einen erheblichen Teil des Preises – und zwar in beide Richtungen, je nachdem ob man auf die Anschaffung oder auf zwanzig Jahre Betrieb schaut.
| Hydraulikaufzug | Seilaufzug | |
|---|---|---|
| Anschaffung | günstiger | höher |
| Wirtschaftlich bis | ca. 4 Haltestellen | ohne praktische Grenze |
| Geschwindigkeit | 0,6 – 1,0 m/s | 1,0 – 1,6 m/s |
| Maschinenraum | Aggregat nötig | maschinenraumlos möglich |
| Energiebedarf | höher | niedriger |
Faustregel: Bis etwa vier Haltestellen ist die hydraulische Anlage in der Anschaffung günstiger. Ab fünf Etagen oder bei hoher Nutzungsfrequenz holt der Seilaufzug den Mehrpreis über den geringeren Energiebedarf wieder herein.
Ein Detail, das viele Angebote unbemerkt teurer macht: Anlagen mit einer Nenngeschwindigkeit von höchstens 0,15 m/s gelten rechtlich nicht als Aufzug, sondern als Hebebühne. Sie fallen unter die Maschinenrichtlinie statt unter die Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU – mit spürbar geringerem Prüf- und Dokumentationsaufwand. Für zwei Etagen im Einfamilienhaus ist das oft die deutlich günstigere Lösung.
Ein Teil der Kosten lässt sich zurückholen. Drei Wege sind praktisch relevant:
Welche Förderung sich in Ihrer Situation kombinieren lässt, steht ausführlich unter Kosten & Förderung. Für die Nachrüstung im Bestand lohnt zusätzlich der Blick auf Personenaufzug nachrüsten und – bei mehreren Eigentümern – auf die Beschlusslage im Mehrfamilienhaus.
Der größte Hebel liegt nicht in der Ausstattung, sondern im Verfahren. Vier Punkte machen bei einer Anlage dieser Größenordnung den Unterschied:
Was sich dagegen selten lohnt: an der Kabinenausstattung zu sparen. Sie macht wenige Prozent der Gesamtsumme aus, prägt aber den täglichen Eindruck über zwanzig Jahre. Ebenso wenig lohnt der Griff zur gebrauchten Anlage – ohne lückenlose Prüfnachweise und passende Schachtmaße wird die Ersparnis beim ersten Sachverständigentermin aufgezehrt.
Welche laufenden Kosten kommen zum Kaufpreis dazu?
Ein Wartungsvertrag kostet je nach Anlagengröße und Nutzung 1.000 bis 4.000 € im Jahr, typisch sind 1.500 bis 3.000 €. Die Aufschaltung des Notrufsystems schlägt mit rund 300 bis 400 € jährlich zusätzlich zu Buche. Strom kostet in einem mittelgroßen Mehrfamilienhaus einige hundert Euro pro Jahr, auch im Stillstand für Steuerung und Beleuchtung. In Summe liegen die Betriebskosten meist zwischen 2.500 und 4.000 € jährlich.
Gibt es aktuell eine Förderung für den Einbau?
Die Pflegekasse zahlt nach § 40 SGB XI bis zu 4.180 € pro Maßnahme, bereits ab Pflegegrad 1. Leben mehrere Anspruchsberechtigte im Haushalt, erhöht sich der Betrag auf bis zu 16.720 €. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Der KfW-Zuschuss 455-B „Barrierereduzierung“ ist dagegen derzeit nicht beantragbar – die Bundesmittel sind ausgeschöpft. Eine erneute Antragstellung ist frühestens 2027 möglich, sofern neue Mittel bereitgestellt werden. (Stand: September 2026)
Was kostet die Nachrüstung im Mehrfamilienhaus?
Deutlich mehr als im Einfamilienhaus, in der Regel im sechsstelligen Bereich. Günstiger wird es, wenn der Schacht als Stahlgerüst im Treppenauge errichtet wird, statt auf jeder Etage die Decke zu durchbrechen. Die Bauzeit beträgt typischerweise rund zwölf Wochen.
Warum liegen die Angebote so weit auseinander?
Weil jede Aufzugsanlage individuell geplant wird. Schachtsituation, Bausubstanz, Förderhöhe, Tragkraft und Ausstattung wirken sich jeweils mit mehreren tausend Euro aus. Zwei Angebote für dieselbe Anlage können deshalb erheblich abweichen – bei dieser Investitionshöhe ist der Vergleich der wirksamste Hebel.
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