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Aufzug modernisieren – worauf achten?

Obwohl die Komponenten eines Aufzugs auf Langlebigkeit ausgelegt sind, wird der Austausch einzelner Bauteile nach einiger Zeit erforderlich. Nur so bleiben reibungsloser Betrieb, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit erhalten. Dabei müssen nicht zwingend Defekte vorliegen: Auch Gesetzesänderungen führen dazu, dass Komponenten ersetzt werden müssen. Eine regelmäßige Aufzugswartung verschiebt den Zeitpunkt der Modernisierung deutlich nach hinten.

Wann eine Modernisierung Sinn macht

Die Modernisierung einer Aufzuganlage trägt grundsätzlich immer zu einer Wertsteigerung des Gebäudes bei. Dabei spielt es keine Rolle es sich um ein Wohnhaus, einen Bürokomplex oder ein öffentliches Gebäude (Bibliothek, Universität, Rathaus usw.) handelt. Gründe, warum eine Modernisierung der Anlage durch eine Firma sinnvoll sind, sind unter anderem:

Wirtschaftlich spricht vieles für die Modernisierung statt für einen Komplettaustausch: Schacht, Kabinenrohbau und Führungen bleiben in der Regel erhalten, ersetzt werden Antrieb, Steuerung und Türen. Das kostet einen Bruchteil einer kompletten Nachrüstung. Im vermieteten Mehrfamilienhaus lassen sich zudem nach § 559 BGB 8 % der Modernisierungskosten jährlich auf die Miete umlegen – mehr dazu unter Aufzug im Mehrfamilienhaus.

Moderne Aufzugsanlagen sparen Energiekosten ein

Besonders in verkehrsarmen Zeiten können moderne Anlagen rund die Hälfte der Energie im Vergleich zu älteren Aufzugmodellen einsparen. Ermöglicht wird dies durch intelligente Frequenzregelungssysteme und eine Standby-Automatik. Auf eine Frequenzregelung kann in Aufzuganlagen mit mehreren Körben mittlerweile nicht mehr verzichtet werden.
sind Aufzüge in der Regel darauf ausgelegt, die Maximallast zu befördern und benötigen einen dementsprechend groß dimensionierten Netzanschluss. Die Realität sieht hingegen so aus, dass nur ein sehr geringer Anteil der Fahrten unter Volllast stattfinden. In der Regel wird der Fahrstuhl gerufen um eine Person auf die Zieletage zu befördern.
Weiteres Einsparpotenzial bietet der Austausch alter Glühlampen in der Fahrstuhlbeleuchtung durch moderne LED-Lampen. Diese verbrauchen nicht nur deutlich weniger Strom, sondern sind auch deutlich langlebiger. Überdies erkennt die Standby-AutomatikBedienelemente dimmen.
Eine Investition in einen energieeffizienten Aufzug ist immer auch eine Investition in die Zukunft und hat sich dank der Kosteneinsparung in der Regel schon nach wenigen Jahren wieder amortisiert.

Analysieren, was getan werden muss

Nicht immer muss die gesamte Anlage ausgetauscht werden, wenn eine Modernisierung erforderlich ist. Meist genügt es bereits, einzelne Kernkomponenten auszutauschen und den Rest der Aufzugsanlage im gegenwärtigen Zustand zu erhalten. Da hier keine pauschale Aussage gemacht werden kann und jede Anlage für sich betrachtet werden muss, sollte im Vorhinein eine Bedarfsanalyse erstellt werden:

Preise & Kosten

Dazu schicken Fachfirmen einen Experten vorbei, der alle Komponenten genauestens unter die Lupe nimmt und so ausmachen kann, an welchen Stellen Modernisierungspotenzial vorhanden ist. Hier empfiehlt es sich, bei mehreren Fach- und Herstellerfirmen anzufragen und kostenlose Angebote einzuholen, das sich die Preise von Firma zu Firma oftmals stark unterscheiden.

Der Preis richtet sich nach Größe der Anlage und Umfang der Arbeiten. Rein optische Sanierungen liegen im unteren vierstelligen Bereich. Größere Eingriffe an Antrieb und Steuerung in mehrstöckigen Gebäuden kosten rund 10.000 bis 15.000 €. Zum Vergleich: Eine komplett neue Anlage beginnt bei 25.000 € – alle Spannen dazu unter Personenaufzug Kosten. Ein modernisierter Aufzug arbeitet zudem spürbar sparsamer als ein Jahrzehnte altes Modell, was die laufenden Kosten senkt.

Aufzug den aktuellen Vorschriften anpassen

Auch im Bereich der Fahrtsicherheit werden laufend Fortschritte gemacht, die mögliche Gefahrenquellen reduzieren. Deren Einbau trägt dazu bei, aktuellen Vorschriften zur Betriebssicherheit zu entsprechen und Zwischenfälle zu vermeiden, für die der Betreiber haftbar gemacht werden kann.
Moderne Lichtsensoren erkennen während des Schließvorgangs beispielsweise ob sich noch Personen oder Körperteile zwischen Tür und Kabine befinden und schließen so Quetschungen und ähnliche Unfälle aus. Mittlerweile ist die Technik hier sogar so weit, dass die Sensoren auch Kleidungsstücke und sogar Hundeleinen erkennen.

Zur Anpassung an geltende Richtlinien gehört auch die barrierefreie Zugänglichkeit nach DIN EN 81-70. Für Typ 2 bedeutet das eine Kabine von mindestens 1.100 × 1.400 mm und eine lichte Türbreite von 900 mm. In öffentlichen Gebäuden müssen Rollstuhlfahrer den Aufzug uneingeschränkt erreichen und bedienen können – worauf es dabei im Detail ankommt, steht unter behindertengerechter Personenaufzug.