Ein Lastenaufzug für 500 kg kostet einschließlich Montage 30.000 bis 55.000 €, bei 1.000 kg Nutzlast sind es 45.000 bis 80.000 €. Was den Preis bestimmt, ist weniger die Höhe als die Traglast – und die Frage, ob Personen mitfahren dürfen.
Die Traglast ist der wichtigste Preisfaktor: Sie bestimmt Kabinengröße, Schachtmaße, Antrieb und Tragmittel. Ein Sprung von 500 auf 1.000 kg verteuert die Anlage erfahrungsgemäß um rund die Hälfte.
| Ausführung | Typischer Einsatz | Kosten inkl. Montage |
|---|---|---|
| Kleingüteraufzug bis 300 kg | Akten, Speisen, Wäsche – nicht betretbar | 8.000 – 20.000 € |
| Lastenaufzug 500 kg, 2 Haltestellen | Rollcontainer, Getränkekisten, Umzugsgut | 30.000 – 55.000 € |
| Lastenaufzug 1.000 kg, 2 – 3 Haltestellen | Europalette mit Hubwagen | 45.000 – 80.000 € |
| Lastenaufzug 2.000 kg | Palette mit Gabelstapler, Maschinenteile | 70.000 – 120.000 € |
| ab 3.000 kg, Industrieausführung | Produktion, Logistik, Sonderbau | ab 100.000 € |
| Nachrüstung im Bestand | Schacht muss neu gebaut werden | Aufschlag 20 – 40 % |
Was in die Kabine passt – und was die jeweilige Klasse kostet. Skala bis 120.000 €.
Die drei Begriffe werden im Alltag durcheinandergeworfen, meinen aber unterschiedliche Anlagen mit unterschiedlichen Vorschriften.
Für die Planung heißt das: Erst festlegen, ob jemand mitfahren muss. Diese Entscheidung bestimmt Bauart, Vorschriften und Preis stärker als jede andere.
Nur, wenn die Anlage dafür gebaut und zugelassen ist. Die Trennlinie verläuft zwischen zwei europäischen Regelwerken:
Alles hängt an einer Frage: Muss jemand mit der Ware mitfahren?
Bis 300 kg. Die Kabine ist zu klein zum Betreten, beladen wird durch eine Klappe in Brusthöhe.
500 kg und mehr, ausschließlich für Güter. Mitfahren ist untersagt – auch nicht kurz.
Technisch ein Personenaufzug mit hoher Nutzlast. Die Ware darf begleitet werden.
Im Bestand ist der Anbau an die Fassade oft der günstigere Weg, weil im Gebäude kein Schacht durch die Decken gebrochen werden muss. Die gleiche Überlegung gilt beim Außenaufzug für Personen.
Wetterfeste Ausführung schlägt mit rund 10 bis 15 % Aufschlag zu Buche: verzinkte Bauteile, beheizte Steuerung, Dichtungen an den Türen.
Im privaten Wohngebäude ist ein echter Lastenaufzug selten die richtige Lösung. Wer Möbel, Getränkekisten oder den Kinderwagen zwischen den Etagen bewegen will, fährt mit einem Senkrechtlift günstiger – der trägt 250 bis 400 kg, darf Personen befördern und kostet ab 25.000 €.
Sinnvoll wird der Lastenaufzug im Wohnhaus dort, wo gewerblich genutzt wird: Arztpraxis, Kanzlei oder Ladenlokal im Erdgeschoss. Für die Nachrüstung im Mehrparteienhaus gelten dieselben Regeln wie beim Personenaufzug im Mehrfamilienhaus: Beschluss der Eigentümergemeinschaft, Kostenverteilung, Umlage auf die Miete.
Wer einen Lastenaufzug betreibt, ist Betreiber einer überwachungsbedürftigen Anlage – mit denselben Pflichten wie beim Personenaufzug:
Rechnen Sie insgesamt mit 2.000 bis 6.000 € jährlich. Bei hoher Nutzung – Logistik, Mehrschichtbetrieb – liegt die Wartung am oberen Ende, weil Tragmittel und Türantriebe schneller verschleißen.
Einschließlich Montage 30.000 bis 55.000 € bei 500 kg Nutzlast und 45.000 bis 80.000 € bei 1.000 kg. Ein Kleingüteraufzug bis 300 kg liegt bei 8.000 bis 20.000 €, eine Industrieausführung ab 3.000 kg bei über 100.000 €. Muss der Schacht im Bestand neu gebaut werden, kommen 20 bis 40 % hinzu.
8.000 bis 20.000 € einschließlich Montage. Die Anlage befördert bis zu 300 kg und wird durch eine Klappe in Brusthöhe beladen. Weil die Kabine nicht betreten werden kann, gelten geringere Anforderungen als bei einem Aufzug mit Personenbeförderung – das erklärt den deutlichen Preisabstand.
Nur wenn die Anlage dafür zugelassen ist. Ein Aufzug mit Personenbeförderung fällt unter die Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU und braucht unter anderem Fangvorrichtung, verriegelte Schachttüren und einen Notruf mit Zweiwege-Kommunikation. Ein reiner Güteraufzug nach Maschinenrichtlinie darf nicht mitgefahren werden – auch nicht kurz.
Der Personenaufzug ist auf Menschen ausgelegt, der Lastenaufzug auf Gewicht. Das zeigt sich an Kabinenboden, Türen und Traglast: Ein Personenaufzug im Wohnhaus trägt 400 bis 630 kg, ein Lastenaufzug beginnt dort und reicht bis mehrere Tonnen. Ein Lastenaufzug mit Personenbeförderung ist technisch ein Personenaufzug mit hoher Nutzlast.
Für die wetterfeste Ausführung rechnen Sie 10 bis 15 % Aufschlag auf den Preis der Innenvariante, dazu kommt das Fundament. Der Anbau an die Fassade ist im Bestand trotzdem oft günstiger als der Innenausbau, weil keine Decken durchbrochen werden müssen und der Betrieb während der Bauzeit weiterläuft.
Als überwachungsbedürftige Anlage braucht er eine wiederkehrende Prüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle. Haupt- und Zwischenprüfung wechseln sich ab, zwischen zwei Prüfungen liegen höchstens zwei Jahre. Davon unabhängig ist die regelmäßige Wartung durch eine Fachfirma.
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