Mini-Aufzug fürs Haus: Kosten, Maße und Anbieter
Ein Mini-Aufzug ist der kleinste Personenlift für das Wohnhaus: eine schlanke Kabine für ein bis zwei stehende Personen, die durch einen Deckendurchbruch von Etage zu Etage fährt. Er kommt mit rund einem Quadratmeter Grundfläche aus, braucht keinen gemauerten Schacht und kostet über zwei Etagen einschließlich Montage meist ab rund 25.000 €. Für Einkäufe und Wäsche gibt es außerdem Mini-Lastenaufzüge ab etwa 8.000 €.
Was ist ein Mini-Aufzug?
„Mini-Aufzug“, „Kompaktlift“, „Einpersonenaufzug“ oder „Etagenlift“ – gemeint ist immer die kleinste Bauform des Homelifts. Wie dieser fährt er mit höchstens rund 0,15 m/s und fällt damit unter die Maschinenrichtlinie statt unter die Aufzugsrichtlinie. Das macht Schachtgerüst, Grube und Abnahme deutlich einfacher als bei einem klassischen Aufzug.
Der Unterschied zum größeren Homelift liegt in der Kabine: Sie ist für ein bis zwei stehende Personen ausgelegt, nicht für einen Rollstuhl. Dafür passt der Mini-Aufzug auch dort hin, wo für eine rollstuhlgerechte Plattform kein Platz ist – in eine Zimmerecke, neben die Treppe oder in einen Abstellraum.

Für wen sich ein Mini-Aufzug eignet
Der Mini-Aufzug ist die Lösung für Menschen, die noch sicher stehen, denen die Treppe aber zur Last wird – und für Häuser, in denen jeder Quadratmeter zählt.
Das spricht dafür
- Kleinste Grundfläche aller Personenlifte
- Treppe bleibt vollständig frei
- Einkäufe, Wäsche und Getränkekisten fahren mit
- Kein gemauerter Schacht, meist Haushaltsstrom
Das spricht dagegen
- Nicht für den Rollstuhl geeignet
- Deckendurchbruch nötig
- Deutlich teurer als ein Treppenlift
- Langsame Fahrt, rund 20 bis 30 Sekunden je Etage
Ist ein Rollstuhl heute schon absehbar, sollten Sie gleich eine größere Plattform einplanen – der Umstieg später ist teuer. Kann die Person sicher sitzen und ist der Bedarf eher vorübergehend, genügt oft ein Treppenlift für einen Bruchteil der Kosten.
Wie viel Platz braucht ein Mini-Aufzug?
| Maß | Richtwert | Hinweis |
|---|---|---|
| Grundfläche | rund 1 m² | kompakte Einpersonenmodelle auch etwas darunter |
| Deckendurchbruch | etwa so groß wie die Grundfläche | Statik vorher prüfen lassen |
| Kopfraum | rund 230 cm | über der obersten Haltestelle, bei Dachschrägen früh prüfen |
| Schachtgrube | wenige Zentimeter | manche Modelle stehen mit flacher Rampe auf dem Boden |
| Nutzlast | rund 250 kg | genügt für zwei Personen |
Am einfachsten wird der Einbau, wenn zwei Nebenräume übereinanderliegen. Jeder Deckendurchbruch muss vorher ein Tragwerksplaner beurteilen, bei Holzbalkendecken im Altbau werden Balken abgefangen. Die vollständige Planung im Einfamilienhaus – mit Genehmigung, Brandschutz und Zeitplan – steht unter Aufzug im Einfamilienhaus.
Mini-Aufzug in der Wohnung
Auch in einer Maisonettewohnung ist ein Mini-Aufzug möglich. In der Eigentümergemeinschaft gilt allerdings: Geschossdecken sind Gemeinschaftseigentum, der Durchbruch braucht deshalb die Zustimmung der Gemeinschaft. Als Mieter benötigen Sie die schriftliche Erlaubnis des Vermieters.
Was kostet ein Mini-Aufzug?
Mini-Aufzüge liegen preislich im unteren Bereich der Homelifte, weil Kabine und Schachtgerüst kleiner ausfallen. Die Spannen gelten einschließlich Montage:
- Mini-Lastenaufzugbis 300 kg, nicht betretbar8.000 – 20.000 €
- Mini-Aufzug2 Etagen25.000 – 50.000 €
- Mini-Aufzug außen2 Etagen, Anbau30.000 – 50.000 €
- Mini-Aufzug3 Etagen50.000 – 80.000 €
0 €40.000 €80.000 €
Stand: September 2026, Marktrichtwerte. Ohne Deckendurchbruch, Elektro- und Malerarbeiten.
Kompakte Modelle bewegen sich eher im unteren Teil der Spannen. Im Betrieb bleibt ein Mini-Aufzug günstig: Die Wartung liegt meist bei 400 bis 900 € im Jahr, der Strombedarf bei 80 bis 150 kWh. Die Pflegekasse zahlt bei anerkanntem Pflegegrad bis zu 4.180 € je Maßnahme, der Antrag muss vor dem Auftrag gestellt werden – alle Wege unter Kosten & Förderung.
Mini-Aufzug für Lasten: der Kleingüteraufzug
Wer vor allem Getränkekisten, Einkäufe oder Wäsche nach oben bringen will, braucht keinen Personenlift. Ein Kleingüteraufzug – oft Speisenaufzug genannt – trägt meist bis zu 300 kg und wird durch Klappen in Brusthöhe beladen. Die Kabine ist so klein, dass niemand sie betreten kann, und Mitfahren ist untersagt. Er kostet einschließlich Montage 8.000 bis 20.000 € und passt auch an Balkon oder Terrasse. Traglastklassen und Vorschriften stehen unter Lastenaufzug Kosten.
Anbieter von Mini-Aufzügen
Kleine Personenlifte bauen vor allem Spezialisten für Privataufzüge. Eine Auswahl der in Deutschland verbreiteten Anbieter:
| Anbieter | Schwerpunkt |
|---|---|
| Lifton | Kompakte Homelifte: Duo für bis zu zwei Personen, Trio für bis zu drei Personen oder einen Rollstuhl |
| Cibes Lift | Kleine Plattformlifte ohne gemauerten Schacht, auch für Wohnungen |
| Aritco | HomeLift Compact als kleinstes Modell, rund 840 × 880 mm Außenmaß in der kleinsten Größe |
| Lifta | Kompakte Hauslifte neben Treppenliften |
| Perfekta Lift | Kleine Aufzüge für wenig Platz, auch als Einpersonenaufzug |
| Vimec | Mini-Aufzüge und Plattformlifte für Wohnungen |
| HIRO LIFT | Homelifte, Senkrechtlifte und Plattformlifte |
Fahren Sie vor dem Kauf eine Musteranlage – gerade bei der kleinsten Kabine entscheidet das Gefühl beim Mitfahren. Weitere Anbieter unter Hersteller & Anbieter.
Häufige Fragen zum Mini-Aufzug
Was kostet ein Mini-Aufzug?
Über zwei Etagen kostet ein Mini-Aufzug einschließlich Montage meist 25.000 bis 50.000 €, kompakte Modelle eher im unteren Bereich. Über drei Etagen sind es 50.000 bis 80.000 €. Ein Mini-Lastenaufzug für Waren bis 300 kg kostet 8.000 bis 20.000 €.
Wie klein kann ein Aufzug für Personen sein?
Kompakte Einpersonen- und Zweipersonenlifte kommen mit rund einem Quadratmeter Grundfläche aus, manche Modelle auch mit etwas weniger. Über der obersten Haltestelle braucht der Lift rund 230 cm Kopfraum.
Braucht ein Mini-Aufzug einen Schacht?
Keinen gemauerten. Mini-Aufzüge bringen ihr eigenes Schachtgerüst mit Glas- oder Paneelwänden mit. Nötig ist ein Deckendurchbruch, dazu eine flache Grube von wenigen Zentimetern oder eine kleine Rampe.
Passt ein Mini-Aufzug in eine Wohnung?
In einer Maisonettewohnung ja, wenn ein Deckendurchbruch möglich ist. In einer Eigentümergemeinschaft sind die Decken Gemeinschaftseigentum, der Durchbruch braucht deshalb die Zustimmung der Gemeinschaft. Mieter benötigen die Erlaubnis des Vermieters.
Mini-Aufzug oder Treppenlift – was ist besser?
Der Treppenlift ist deutlich günstiger, eignet sich aber nur für Personen, die sicher sitzen und umsteigen können. Der Mini-Aufzug kostet mehr, lässt die Treppe frei und nimmt auch Einkäufe und eine zweite Person mit. Für einen Rollstuhl ist keiner von beiden geeignet – dann braucht es einen größeren Homelift oder einen Plattformlift.
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